Wolfgang Schreiber - Wuppertal

AIDA I

AIDAaura

(6. - 10. September 2016)

Kiel - Oslo - Kopenhagen - Kiel

Vor Monaten gebucht - jetzt wurde sie Realität! Unsere (erste) Kreuzfahrt war ein ganz tolles Erlebnis. War ich im Vorfeld derjenige, der diese Form von Urlaub etwas kritisch sah, kann ich nach dieser Erfahrung über sehr viel Positives und Schönes berichten.

Unsere Erwartungen sind erfüllt, ja übertroffen worden!


 

Abfahrt in Kiel

Nachdem wir per Auto nach Kiel gekommen waren, ging es pünktlich (14 Uhr) an Bord. Auslaufen war auf 18 Uhr angesetzt. Fast schon feierlich setzte sich das riesige Schiff (ca. 202 m Länge und 28 m Breite) mit etwas Verspätung in Bewegung, um in die Nordsee zu gelangen.

Auslaufen in Kiel.  Erstes Abendessen an Bord mit traumhaften Blick.


 

Oslo

Die AIDA fährt und fährt.   Mit mir im Rücken steuert der Kapitän das Schiff sicher durch das Oslofjord.

   Ruhe, Weite, Schönheit - das ist Skandinavien.  Die Stille Skandinaviens.

Im Hintergrund sind schon die Lichter Oslos zu sehen.

Oslo erreichten wir pünktlich am Abend des 7. Septembers. Wer wollte (wir wollten!), hatte eine Stadtrundfahrt von Schiffsseite aus per Bus gebucht. Kulturelle Gebäude (Opernhaus), Parks oder auch politisch bedeutende Stellen ("Friedensnobelpreis") wurden angefahren. Auch Erklärungen zu manchem Thema der Stadt (z. B. dass in Oslo ein Teil der Straßenbahnen ihrer Herkunft nach "Düsseldorfer" genannt werden) wurden von einer freundlichen Stadtführerin kundgetan.

 Cool in der Magic Ice Bar in Oslo.   Bei minus 8 Grad besteht die gesamte Einrichtung der Ice Bar aus Gefrorenem.

Beeindruckend war der Besuch um Mitternacht in der "Magic Ice Bar", in der alles aus Gefrorenem besteht. Auch die Theke und sogar das Gefäß, aus dem man seinen Cocktail trinkt.

 Der Holmenkollbakken - zumindest ein Stück davon.

Die berühmte Skiflugschanze am Holmenkollen! Die Schanze stand hell erleuchtet in der Nacht (für die vielen Touristen in den vielen Bussen). Irgendwie hat mein Blitzlicht versagt, oder besser, mein Apparat kam mit den Lichtverhältnissen (gleißendes Licht in schwarzer Nacht) nicht zurecht. Von der ältesten Sprungschanze der Welt bringe ich jedenfalls nicht ganz so tolle Aufnahmen mit, in meinem Kopf ist jedoch alles abgespeichert. Und, das wichtigste ist: ich war da!! :-))

 Ein herrlicher Sommertag in Oslo.   Die AIDA abfahrbereit in Oslo

Am nächsten Tag wurde die Innenstadt von Oslo inspiziert. Mein Schatz und ich haben auch gleich mal einen Test hinsichtlich der Qualität von norwegischem Cappuccino bzw. Café Latte durchgeführt - und dabei ganz relaxt das Treiben der Großstadt beobachtet.

 Ablegen in Oslo.   Ausfahrt in Oslo, links das Opernhaus. 


 

An Bord

 Hier das Bordleben am Tage ... und abends ging die Post ab. Bis in die Nacht hinein.

An Bord gibt es nichts, was es nicht gibt. Ein Fitnesstudio mit breitem Angebot, mehrere Restaurants, mehrere Bars, ein Theater/Kino, eine (übrigens ausgezeichnete) Bord-Band, Bühnen und Veranstaltungsflächen, Pools und weitere diverse Sportangebote (z. B. Volleyball, Tischtennis). Ich sage mal pauschal: es gibt einfach alles, manchmal entdeckt man sogar etwas, woran man bei einem anderen Urlaub gar nicht denken würde. Was jetzt gemeint sein könnte, weiß ich konkret im Moment aber selber nicht. Ach doch: Boutiquen (lach). Aber: Mangel habe ich tatsächlich während der gesamten Fahrt nie empfunden.

Shopping-Meile auf dem Schiff. Ich als Mann verstehe gar nicht, was das soll. (ist nicht ganz ernst gemeint)

Von Sternekoch Stefan Marquard konnte man sich an Bord zwischendurch beköstigen lassen.

Abendessen unter freiem Himmel an der Reling. Traumhaft!

Das Angebot an Essen und Getränken ist nahezu grenzenlos. Buffets in verschiedenen Restaurants (wir haben uns auf die Auswahl "Markt-Restaurant" oder "Calypso" beschränkt), Pizza bis um Mitternacht und Getränke wie man sie wünscht. Zum Essen kostenlos. Alles Kostenpflichtige wird mit Unterschrift quittiert und am Ende der Reise über ein vorher angegebenes Zahlungsmittel abgerechnet.

Der Service war spitze! Egal, was gerade gefragt war. Ob im Restaurant, in der Bar oder in einem anderen Bereich. "Rubi" hatte sich über ein persönliches Gespräch und unsere Nachfrage, woher er stammt ("aus Indonesia") dermaßen gefreut, dass er uns von da an jeden Abend außergewöhnlich nett bis überschwenglich unter Rufen unserer Vornamen regelrecht abfeierte. Sehr sympathisch und sicher auch eines von vielen Erfolgsrezepten des Veranstalters. Kam bei uns ja auch wirklich gut an!


 

Kopenhagen

Kopenhagen. Den Hafenbereich und das Zentrum erkundeten wir ausschließlich zu Fuß. Eine weit auslaufende Fußgängerzone (wie man es von einer europäischen Hauptstadt erwarten kann) mit allem Drum und Dran. Zu Mittag aßen wir bei einem "Italiener" - eigentlich passend, denn die AIDA fährt unter italienischer Flagge.

Die (sehr!) kleine Meerjungfrau, Wahrzeichen von Kopenhagen im Hafenbecken.

Die AIDA wartet an der Anlegestelle im Hafen von Kopenhagen auf unsere Rückkehr.

Am Kai sind wir zufälligerweise auch noch Ross Antony begegnet und plump wie ich bin, habe ich ihn natürlich angesprochen. Er war auf einem anderen Schiff ("Mein Schiff"), das auch gerade in Kopenhagen fest gemacht hatte, als Stargast engagiert und befand sich als Privatperson gerade wie wir auf Landgang. (Live ist er übrigens genauso hübsch und albern wie man ihn aus dem TV kennt.)

 Beim Landgang wieder festen Boden unter den Füßen. Für meinen Schatz ...   ... für mich ...  

... und für den ebenfalls netten und fleißigen Teil der Besatzung, der ausschließlich unter Deck arbeitet. Im Smalltalk habe ich erfahren, dass sie -zumindest teilweise- von den Philippinen stammen.     Ausfahrt in Kopenhagen. 


 

An Bord

Die AIDAaura. Ein imposantes Schiff. Im Hafen wie auf dem Meer.

 Und auch Volleyball wurde auf Deck 10 gespielt.

It's Showtime! Nicht nur am letzten Abend wurde an Bord für Unterhaltung gesorgt. Von Livegesang, Tanz-Choreografien und Disco bis hin zum DJ und einer Lasershow - für jeden Geschmack etwas dabei!


 

Rückkehr nach Kiel

 Alles hat mal ein Ende ...  ... und Deck 10, wo das Leben tobte, ist wie leergefegt.

Unsere Außenkabine war geräumig, praktisch und völlig ausreichend. Man hält sich im Laufe des Tages hier sowieso nicht auf. Bad / Dusche genügte den Anforderungen auf gutem Niveau. Und ein Fön stand auch zur Verfügung. Die tägliche Reinigung der Kabine war makellos.

 Anlegen in Kiel.


 

Zusammenfassung

Emotional war es eine Traumreise. Das hängt natürlich viel mit meinem Schatz zusammen! Wir stellen immer wieder fest, dass es relativ egal ist, wo wir sind - Hauptsache wir sind zusammen! Wir machen es uns einfach schön und falls wir etwas nicht hinkriegen, verarbeiten wir es eben gemeinsam. Dass wir auf der AIDA an einem Abend bei einem Tanzkurs und später unter Begleitung der Schiffs-Band unser altes "Können" aufgefrischt haben, ist nur ein kleiner Teil von vielen sehr schönen Momenten und Eindrücken auf der gesamten Reise gewesen. Mit dieser Kreuzfahrt haben wir eine interessante, schöne und glückliche Zeit verbracht! Ich kann mir gut vorstellen, sofern Finanzen und Zeit es hergeben, dass dies nicht unsere letzte Kreuzfahrt gewesen ist. Die Versorgung, Service wie Verpflegung, ließ keine Wünsche offen. Und per Schiff zu reisen hat tatsächlich das gewisse Etwas!

Nüchtern betrachtet war es ein Urlaub, wie man ihn mal gemacht haben sollte, alleine um es mal zu genießen und auch um mitreden zu können. Individuell ist zwar anders, jedoch findet man auf dem Schiff eigentlich alles was man braucht - oder man bekommt es besorgt. Die Aufmerksamkeit des Personals tut gut und man fühlt sich gut aufgehoben. Nach einiger Zeit habe ich mich allerdings gefragt, ob ein Gang niedriger bei der Freundlichkeit nicht auch ausreichend wäre. Summa summarum: Eine schöne Art Urlaub zu machen, um raus aus dem Alltag zu kommen!

Kritisch habe ich aufgenommen, dass es nunmal ein begrenzter Raum ist, auf dem 1200 zahlende Gäste versorgt werden (müssen) und teilweise bespaßt werden (wollen). Allerdings fehlte mir ... die Bewegungsfreiheit. Natürlich gibt es passende Sportangebote. Auch haben wir die verschiedenen Decks in ihrer Vielfalt erkundet, inklusive des Verirren in den Gängen - aber das gehört ja wohl dazu (grins). Desweiteren bin ich jemand, der in dem Land bzw. der Stadt, wo ich zu Besuch bin, etwas mehr Zeit verbringen, mehr sehen und mehr mitkriegen möchte.

Résumé: Ein absolut schönes Erlebnis war sie, unsere (erste) Kreuzfahrt und diese Form Urlaub zu machen ist grundsätzlich eine interessante Alternative zu den anderen Formen von Sommerurlaub - welche ich kenne. An Bord hat man die verschiedensten  Angebote. Dennoch, allein schon das gewohnt ausgedehnte Flanieren am Abend unter freiem Himmel fehlte mir; auf dem Schiff geht's leider nur im Kreis. :-))


 

Rückfahrt nach Hause

Von Kiel aus, mit einem etwa 3-stündigen Aufenthalt in Hamburg ...

Zwischenstop in Hamburg mit City-Bummel ...  ... und Außencafé am Jungfernsteg/Innenalster.

... verlief die Autofahrt nach Hause reibungslos.

  Und dann mit dem Mietwagen ganz entspannt weiter zurück nach Wuppertal.

 

Fotos: alle Rechte bei Wolfgang Schreiber

(Das angedruckte Datum bzw. die Uhrzeit müssen nicht korrekt sein.)

 

Eine Diashow dazu ist unter "Urlaub, Reisen - 2016" eingerichtet