Wolfgang Schreiber - Wuppertal

BAP

 

Besonders stolz bin ich (und werde es wohl auch immer bleiben) auf eine persönliche Begegnung mit Wolfgang Niedecken und BAP in Koblenz am 9.(10.) August 2002, als wir (mein Schatz und ich) nach dem Konzert ihm, seiner Familie und der gesamten Kölner Band begegnet sind. Neben einem Gespräch mit W.N. (war seeehr interessant, unter anderem unterhielten wir uns über Medien, Medienpräsenz, aber auch über alte Konzerte usw.) und den anderen Musikern kam ich auch in den für den wahren BAP-Fan sicher mit Neid betrachteten Genuss, in den Bandbus gebeten zu werden und dort dann die gesamte Crew zu erleben. Natürlich inklusive Autogramme - ein beeindruckendes, schönes und unvergessliches Erlebnis! :-))

 

Ich stehe dazu, und für jeden der mich etwas genauer kennt ist es nichts neues: Wolfgang Niedecken hat mich über Jahrzehnte hinweg ... sagen wir mal ... mindestens beeinflusst. Nicht nur die Schallplatten und CDs, die vielen Konzerte und alles über ihn Gelesene und Gehörte war's. Seine Texte und die Musik von BAP haben mich erreicht, ich habe es verinnerlicht und irgendwie hat mich dies alles auch in vielen Situationen begleitet. (An dieser Stelle entschuldige ich mich bei all denjenigen die mit anhören mussten bzw. immer noch anhören müssen, wie ich versuche, BAP-Lieder zu singen, zu interpretieren - oder wie man das auch immer nennen mag.)

 

Bemerkenswert finde ich, welche Parallelen man so im Leben erkennen kann - wenn man will. Und ich will ! So wie W. N. mir augenscheinlich bisher immer einen Gedanken voraus war, bekomme ich nun mit, wie er mir längst Bekanntes im TV kundtut.  Die Erfahrungen hinsichtlich seines Schlaganfalles, seiner Gesundheit und nicht zuletzt seines Aufenthaltes in der 'Uniklinik Köln' kommen wir altbekannt vor und hören sich in meinen Ohren wie Wiederholungen an. Ich könnte auch sagen, wie Bestätigungen. Ok, ich habe keinen Schlaganfall gehabt, aber ...

Sehr schön, wenn das Idol offensichtlich das empfindet und ausspricht, was man selbst schon kennt und auch schon längst ausgesprochen hat. ;-))

 


 

1. September 2012: BAP-Konzert auf der Loreley

Unter dem offiziellen Titel "30 Jahre und 3 Tage später" fand auf der Loreley das Abschlusskonzert der diesjährigen BAP-Tour statt. Mit Bezug auf den "historischen" Auftritt von BAP beim damaligen Rockplalast-Openair sollte alles, oder vieles, nun ja zumindest einiges so wie damals sein.

Zunächst einmal fällt mir auf, dass es in Wirklichkeit 30 Jahre und 4 Tage später war. Denn ich kann mich noch sehr gut an jenen 28. August 1982 erinnern. (über die "herrliche" Fahrt von Wuppertal nach St. Goarshausen zu Sechst im kleinen Peugeot - drei vorne, drei hinten; Gerhard, Reinhard, Ronald, Michael, Dirk und ich - verliere ich an dieser Stelle lieber kein Wort / grins). Jedenfalls traten auf der Loreley damals Frankie Miller, Eric Burdon, BAP, David Lindley und Rory Gallagher auf, bevor es zur abschließend legendären Jam Session kam. Zur nächtlichen Stunde stand ich damals tatsächlich in der ersten Reihe vor der Bühne ! Highlights waren natürlich die Songs 'Lucille' oder 'Knockin' on Heaven's Door' (zu finden sind die sensationellen 41:19 Minuten unter https://www.youtube.com/watch?v=kUpo6ztRkQ0. Nun, ich könnte ins Schwärmen geraten über die Zeit damals und überhaupt ...

Jedenfalls gab es in diesem Jahr (2012), am 1. September, wieder ein Festival. Natürlich mit anderen Musikern - außer eben BAP (wobei von der damaligen Besetzung auch nicht mehr viel geblieben ist, nur W. N. eben). Aber erst einmal durfte Er ran, fast hatte man schon den Eindruck, dass er ran musste: wie bei vielen Konzerten kam Peter Rüchel, lange Jahre Chef des WDR Rockpalast, für die Ankündigungen der jeweiligen Musiker nach vorne auf die Bühne ans Mikrofon. (1982 allerdings hatte auf der Loreley den ganzen Tag über Albrecht Metzger moderiert; die Zugabe dann tatsächlich Peter Rüchel ...) Schön, einfach nur schön ! 30 Jahre später machte das musikalische Opening Stoppok (Solist), gefolgt von Hubert von Goisern (4-köpfig). Und dann, kurz nach 20 Uhr, kam BAP. Technisch ausgereift, souverän und professionell auf der einen Seite - spielfreudig, engagiert, persönlich und schon fast sentimental auf der anderen Seite. Wolfgang Niedecken und seine Musiker bzw. seine Gäste (u. a. Clueso) wollten diesen Abend unvergesslich machen - und es ist ihnen gelungen. Bleibt noch zu erwähnen, dass nach Mitternacht als letzte Zugabe von allen Beteiligten dieses Openairs natürlich "Knocking on Heaven's Door" gespielt wurde.

Als Resumée kann man sagen, dass mein Schatz und ich das Konzert am Samstag auf der Loreley zum Anlass genommen haben, um das komplette Wochenende für einen Trip nach Koblenz mit zwei Übernachtungen und mit anschließendem Moselbesuch (Cochem) zu nutzen. Klasse, dass wir bei sonnigem Wetter im offenen Cabrio an Rhein und Mosel entlang fahren und mit eben diesem Super-Konzert als Mittelpunkt ein insgesamt sensationelles Wochenende erleben konnten!

  

Das Festivalgelände Loreley am Nachmittag.

  Publikum auf der Loreley.

  

Stoppok machte den Auftakt auf der Bühne ...

 

... gefolgt von Hubert von Goisern und seinen Mannen aus Österreich.

 

Peter Rüchel in gewohnter Rolle: er kündigte die Stars an.

  

Absoluter Höhepunkt des Tages war natürlich das Konzert von BAP ...

  

... und die abschließende Session aller beteiligten Musiker des Tages.

  

In Cochem ließen wir zwischen vielen anderen Touristen das Wochenende ausklingen, bevor es bei typischem Cabrio-Wetter zurück nach Wuppertal ging.

 


 

24. August 2011 - Zeltfestival Ruhr / Kemnader See

 

Ein besonderes Flair. Ein besonderer Abend. Alles ist angerichtet.

 

 

W. N. "macht" den Klaus Meine (Scorpions).

 

 

Einfach ein Genuss !!!

 

 

Das war's für dieses Mal - wirklich wieder einmal ganz große Klasse !!

 


 

21. März 2009 - Unihalle Wuppertal

 

Zum x-ten Male bin ich letzten Samstag (21. März 09, Unihalle Wuppertal) bei einem Konzert von BAP gewesen. Es sind bestimmt schon so um die 25 Live-Auftritte von BAP, die ich besucht habe. (Ich muss mir wirklich mal die Zeit nehmen, die exakte Zahl nachzuvollziehen.) Vom ominösen 28. August 1982 auf der Loreley bis (vorerst) diesem Termin in Wuppertal - ich liebe es, BAP zu erleben. Und Wolfgang Niedecken konnte mir und kann mir noch immer etwas vermitteln und mitteilen. Sei es damals als unnahbarer Rockstar in den 80ern, heute als Musiker bzw. meinetwegen auch Liedermacher (wir werden halt alle etwas älter ...).

Nicht zum ersten Mal: BAP-Konzert in Wuppertal.

 

Gewohnte Qualität ...

 

 

... als Liedermacher mit politischem Background ...

 

 

... und als Rockmusiker.

 

 

Beratung über eine weitere Zugabe ...

 

 

... mit positivem Ergebnis.

 

 

Die wichtigste Abteilung der Firma BAP ...

 

 

... verabschiedet sich nach getaner Arbeit.

 

Fotos: alle Rechte bei Wolfgang Schreiber